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Das Mörderspiel ist eigentlich recht einfach. Ein Haufen Leute (ab 10 aufwärts) spielt mit. Jeder ist gleichzeitig Mörder und Opfer. Denn jeder hat einen Auftrag, eine bestimmte Person durch einfache Übergabe eines beliebigen Gegenstandes zu ermorden.
In der erweiterten Variante hat jeder Mitspieler mehrere Leben und mehrere Opfer – so hat man länger was vom Spiel.
Es lässt sich wunderbar auf Konferenzen spielen, wo eh jeder ein Namensschild hat. Das fördert einerseits, dass die Teilnehmer sich besser kennenlernen, andererseits ergibt es auch eine gehörige Portion Paranoia und seltsame Situationen.
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Der Spielleiter (der nicht mitspielen darf, sondern sich bei der Beobachtung köstlich amüsiert) sammelt die Namen aller Mitspieler auf Zetteln und mischt sie gut. Dann legt er die Zettel in einem Kreis nebeneinander hin. Jeder bekommt den Zettel, der rechts neben dem eigenen Zettel liegt, ganz geheim vom Spielleiter als Mordauftrag übergeben. Kein Mitspieler darf von der Verteilung mehr wissen als sein nächstes Opfer!
Späteres Einsteigen in die Runde ist nicht möglich!
In der erweiterten Variante gibt jeder Mitspieler mehrere Zettel mit dem eigenen Namen und den Kreisnummern an den Spielleiter. Dieser legt dann mehrere unterschiedlich gemischte Kreise (in jedem Kreis kommt jeder Mitspieler genau einmal vor) und verteilt aus jedem Kreis den jeweils rechten Zettel an die Mitspieler. Das kann im Laufe des Spiels natürlich bedeuten, dass man in mehreren Kreisen dasselbe Opfer hat, die dann mehrmals umgebracht werden müssen!
Damit der Spielleiter es etwas einfacher hat, kann er auch einfach das Mörderskript verwenden. Benötigt wird eine bash und eine LaTeX-Umgebung.
Meist bewegt man sich in Umgebungen, wo man nicht allein ist. Um die Umwelt also nicht zu sehr zu stören, sollten die Mitspieler markiert sein. Im Falle einer Konferenz ist das einfach: Man mache mit Edding ein Kreuz auf ein Stück Tesafilm und klebe diesen auf das Namensschild. Ansonsten kann man sich auf Armbänder o.ä. einigen.
Generell gilt: Wer die Markierung nicht sichtbar bei sich trägt, kann nicht morden, aber ermordet werden!
Kaum hat der Spielleiter den Startschuss gegeben, gehts auch schon los. Jeder Mitspieler muss versuchen, „sein“ Opfer durch Übergabe eines Gegenstandes zu ermorden. Dabei darf es natürlich keine lebenden Zeugen geben.
Definition: Als „lebend“ gilt jeder Mitspieler, der noch nicht ermordet wurde. Außenstehende und der Spielleiter sind für die Zwecke des Spiels generell als „tot“ zu betrachten.
Das Morden geschieht, indem man dem Opfer einen Gegenstand gibt und dieser ihn annimmt. Zuwerfen gilt nicht. Jemanden zwingen, den Gegenstand zu nehmen, ebenfalls nicht. Wenn das Opfer allerdings z.B. einen Bleistift mit dem Mund hinter dem Ohr seines Mörders hervorholt, gilt dies als Mord! Die Idee ist, einen beliebigen Gegenstand völlig beiläufig einem Gegner anzubieten – und wenn der ihn annimmt, hat er Pech. Wenn natürlich ein Opfer seinem Mörder etwas aus der Hand reisst, ist das schon als Selbstmord zu werten (und mit entsprechendem Kommentar in der Mordliste einzutragen). Natürlich muss der Mörder dann auch realisieren, dass das Opfer sich soeben selbst umgebracht hat.
Es gab in der Vergangenheit eine Menge „Regelfickereien“ damit. Prinzipiell sollten Opfer und Mörder sich auf eine „Übergabe“ oder „Übernahme“ einigen können. Zu Beispielen siehe auch Mörderspiel-FAQ
Der Mörder muss dem Opfer sofort sagen, dass es gerade ermordet wurde, damit eventuelle Zeugen bezeugen können, den Mord gesehen und bemerkt zu haben.
Morde haben ohne Zeugen zu geschehen. Hier ist aber nur Zeuge, wer
Nach einem Mord sollte das Opfer also mögliche Zeugen befragen, ob jemand etwas gesehen hat. Hat ein Zeuge etwas bemerkt, gilt der Mord als schiefgelaufen – das Opfer lebt weiter, kennt aber nun seinen Mörder. Das macht das Spiel natürlich etwas schwieriger für den Mörder.
Es kann also vorkommen, dass in einem völlig überfüllten Plenarsaal, in dem 50% der Anwesenden (noch) mitspielen, ein Mord völlig unbemerkt bleibt, weil alle abgelenkt sind und ein Teilnehmer gedankenverloren einen Bleistift von seinem Sitznachbarn annimmt.
Nach dem Mord übergibt das Opfer den Zettel mit dem eigenen Opfer (den Mordauftrag) an den Mörder. So kann der Mörder weiterspielen, das Opfer ist raus und legt die Markierung ab. Das bedeutet insbesondere, dass jeder Mitspieler den Mordauftrag immer bei sich tragen muss!
Bei dem Methode mit „Kreuz auf Namensschild“ kann das Opfer dem Mörder dann auch noch das Kreuz überreichen, so dass man direkt den Massenmörder am Namensschild erkennen kann ;)
Der Mörder darf dann noch die Todesursache, gemeinsam mit der Mordzeit und dem Mörder, in die öffentlich einsehbare Mörderliste eintragen. Hierbei sind Umdichtungen der Realität durchaus erwünscht.
In der erweiterten Variante muss der Mörder dem Opfer auch noch den Kreis nennen, in dem es gestorben ist. Das Opfer verliert nun ein Leben und gibt den Mordauftrag aus dem passenden Kreis an den Mörder. Hat das Opfer noch Leben, geht das Spiel in den verbleibenden Kreisen weiter und es kann in allen Kreisen noch als Zeuge gelten! Sind alle Leben verloren (also wenn alle Mordaufträge abgegeben werden mussten), ist das Spiel für das Opfer vorbei und es legt die Markierung ab. Sollte der nicht ganz unwahrscheinliche Fall auftreten, dass ein Mörder in mehreren Kreisen das selbe Opfer hat, muss dieses eben mehrfach umgebracht werden... *evilgrin*
Es ist in der Realität sinnvoll, gewisse „mordfreie Zonen“ zu erklären. Einige sollten vielleicht von vornherein festgelegt werden. Auch haben zwei Mitspieler immer die Möglichkeit, temporär eine mordfreie Zone zu erklären. Man sollte es nur nicht übertreiben. Wirklich nicht. Es ist nur wünschenswert, wenn die Umwelt gestört wird oder irgendeine Tätigkeit sonst nicht sinnvoll durchzuführen ist.
Mordfreie Zonen sind auf der Seite jeder Runde aufgelistet.
Zu einem vorher festgesetzten Zeitpunkt ist das Spiel zu Ende. Der Spielleiter schließt die Mordliste und veröffentlicht gegebenenfalls die vollständige Mörder-Opfer-Zuordnung.
Wer nun am meisten Morde getätigt hat, ist der Massenmörder.
Wer die Paranoia noch auf die Spitze treiben möchte, kann es gern mit Leonhards Hardcore-Variante versuchen:
Das ganze funktioniert so, dass Anmeldung via E-Mail erfolgt und dadurch anonym bleibt. Auch Mordaufträge werden via E-Mail verschickt. Natürlich kann während des Spieles rauskommen, wer mitspielt.
Ergibt einen wunderbaren Mix aus Unwissenheit und Paranoia... aber beschwer dich nicht, wenn du an der Supermarktkasse überlegen musst, ob du das Wechselgeld annehmen darfst ;)
Man sollte nur aufpassen, dass die Umwelt dadurch nicht zu sehr gestört wird – ein uneingeweihter Nicht-Mitspieler kann ganz schön blöd gucken, wenn er plötzlich mit den Auswirkungen des Spiels konfrontiert wird („Leg den Stift da hin, ich nehm den nicht direkt von dir“ – „Hääääh?“).