Studiengänge an „Wissenschaftlichen Hochschulen“ (dazu gehören Universitäten) erheben den Anspruch, wissenschaftlichen Nachwuchs auszubilden. Im Vordergrund der Ausbildung steht also wissenschaftliches (und nicht immer praktisch orientiertes) Denken und Arbeiten. Viele wissenschaftliche Studiengänge (mit Ausnahme der Ingenieur-Studiengänge) sind kaum verschult, so daß ein Studium vor allem eigenverantwortliches Arbeiten verlangt. Ohne die nötige Selbstdisziplin bleibt man leicht hinter dem Fahrplan zurück (wird zum „Bummelstudenten“)!
Diplomstudiengänge kommen ja im sogenannten Bologna-Prozess immer mehr aus der Mode. Dortmund bildet da keine Ausnahme, hier gibt es nur noch Bachelor und Master (zumindest für Neueinschreiber, Uni-Wechsler können ggf. bei ausreichend hoher Einstufung noch ins Diplom rutschen).
Wer im Wintersemester 2007/08 oder später mit dem Informatik-Studium beginnt, kann sich in Dortmund nur noch für einen Bachelor-Studiengang einschreiben (für den Master müsste man den BA ja erst fertig haben
).
Da ich davon ausgehe, dass ein Leser dieser Seiten ungefähr weiss, was Informatik an sich ist, versuche ich im Folgenden eher die Unterschiede der Informatik-Studiengänge an der Uni Dortmund zu erklären. Dies gilt für die Diplomstudiengänge wie für Bachelor und Master – wobei bei BA/MA allerdings die endgültigen Neben- und Anwendungsfachlisten noch nicht fest stehen.
Dieser Studiengang ist das „klassische“ Informatikstudium in Dortmund. Er umfaßt im Vergleich zum Studiengang „Angewandte Informatik“ schon im Grundstudium mehr theoretische Grundlagen (Algebra, theoretische Informatik). Das Studium beinhaltet Aspekte der praktischen, angewandten und theoretischen Informatik. Begleitend zum Informatikstudium wird ein Nebenfach studiert, wobei die meisten vorstellbaren Fächer als Nebenfach akzeptiert werden.
Im Gegensatz zur „Kerninformatik“ werden an Stelle theoretischer Inhalte verstärkt Aspekte der angewandten und praktischen Informatik gelehrt. Der Studiengang orientiert sich an Ingenieur-Studiengängen und so wird statt „theoretischer“ Mathematik „Ingenieurmathematik“ gelehrt, ein Einblick in die Betriebswirtschaftslehre (BWL) vermittelt und ein Anwendungsfach (Architektur, Bauingenieurwesen, Elektrotechnik, Logistik, Maschinenbau, Physik, Robotik und Verfahrenstechnik) studiert – in einem größeren Umfang als das Nebenfach im Studiengang „Kerninformatik“.
Für Lehramtsstudiengänge müssen prinzipiell mindestens 2 Unterrichtsfächer studiert werden – zusätzlich zum Fach Erziehungswissenschaften. Es empfiehlt sich, wegen der für die Informatik erforderlichen Mathematikkenntnisse als zweites Fach neben Informatik Mathematik zu wählen, von anderen Kombinationen sei jedoch keineswegs abgeraten - allerdings darf man dann möglicherweise einiges in zusätzlichen Vorlesungen oder in „Heimarbeit“ nachholen.
In Planung befand sich einst der Bachelor „Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt Dienstleistungsinformatik“, aber der wurde zunächst zurückgestellt (die gesetzliche Lage zwang den FB dazu, zunächst die Diplomstudiengänge umzustellen). Im Moment (Juni 2009) gibt es keine aktuellen Planungen dazu… vielleicht wird es in den nächsten Jahren ja noch was.
Informationen zu den folgenden Fachhochschulstudiengängen besorgst Du Dir am besten direkt von der FH. FH-Studiengänge sind im Gegensatz zu Uni-Studiengängen stärker verschult, was in der Regel zu kürzeren Studienzeiten führt. Weiterhin sind FH-Studiengänge praktisch orientiert, d.h. die Studierenden sollen etwa durch eine entsprechende Ausrichtung der Lehrveranstaltungen (und oftmals Betriebspraktika) zur praktischen Problemlösung befähigt werden.
An der Fachhochschule Dortmund werden folgende Informatik-Studiengänge gelehrt:
Siehe auch: Fachbereich Informatik der FH Dortmund